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2. Männer Spielberichte

Saisonfazit der 2ten Herren

Die Saison ist vorbei, die Abschlussfahrt bereits in den Geschichtsbüchern – Zeit für ein Fazit.

Am vergangenen Wochenende machte sich die Zweite, bereits das zweite Jahr in Folge, auf den Weg nach Schladming. Nachdem letztes Jahr der Aufstieg gefeiert wurde, konnte dieses Jahr der erfolgreiche Klassenerhalt gefeiert werden. Getreu dem Motto „Auf dem Platz Kreisklasse, beim Feiern Champions-League“ reiste man mit eigener Zapfanlage und selbstgebrautem (!) Bier an. Verglich man die Fahrt mit der Saison so zeigten sich einige Parallelen: Herr F. Huber, äh Fabian H. (aus Gründen des Datenschutzes geändert), kam wie immer als Letztes. Wie bei den meisten Heimspielen, ist man mit (fast) gesamter Mannschaft angereist. Zu Beginn gab es für jeden, sowie in jedem Donnerstagstraining, „kurz was Schnelles“. Für Laufen bzw. Wandern war nicht jeder zu begeistern. Pausen sind wichtig! In der zweiten Hälfte bzw. am Samstag wurden die ersten Minuten verschlafen und nicht jeder konnte seine beste Leistung abrufen. Obwohl nicht bei jedem die Kondition fürs ganze „Spiel“ gereicht hat, ließ sich das Team trotzdem nicht unterkriegen und kämpfte wie immer bis zum Schluss. So aber nun nochmal von Beginn:

Zusammen mit den anderen Aufsteigern ging die Zweite als Außenseiter in die Saison und man wusste, dass es schwer werden wird die Liga zu halten. Die Vorbereitung war gut und lang, aber man konnte kein einziges Testspiel für sich entscheiden. Dementsprechend waren einige skeptische Stimmen aus dem Umfeld zu hören, von denen sich aber keiner aus der Mannschaft entmutigen lies.

Das erste Spiel verlor man knapp gegen die ersatzgeschwächten BOL-Absteiger aus Pfaffenhofen. Im Gegensatz zur Rückrunde wären hier definitiv Punkte gegen den MTV drinnen gewesen. Woche 2 und 3 bescherte der Zweiten die Minuspunkte 3-6. Am vierten Spieltag konnten mit einer überragenden Leistung endlich die ersten Punkte gegen Altenerding II eingefahren werden. Eine Woche später kam es aber wohl zur härtesten Klatsche die man in dieser Saison einstecken musste. Ersatzgeschwächt wurde man, beim späteren Aufsteiger SC Eching, regelrecht abgewatscht.

Wieder mit vollem Kader ging es dann in die nächsten Partien. Überraschend konnte man gegen die Landesliga-Reserve des ASV Dachau gewinnen, bevor es gegen die Mitaufsteiger Erdweg und Burgkirchen ging. Der Zweiten war klar, dass man diese Partien für sich entscheiden muss, wenn man am Ende die Klasse halten will. Beide Spiele konnten deutlich gewonnen werden und es hat sich gezeigt, dass sich die harte Vorbereitung gelohnt hat und das man im Vergleich zur Konkurrenz einen „Schritt nach vorne“ machen konnte. Nach einem kurzen Ausrutscher in Simbach konnte man zuhause gegen die robusten Landshuter gewinnen.

Was nun folgte war wohl die schwerste Phase der Freisinger Saison. Das ausgeglichene Punktekonto (10:10) wurde in den folgenden fünf Spielen stark belastet. In Deggendorf, Pfaffenhofen, Schleißheim, sowie zuhause gegen Waldkraiburg musste man sich immer chancenlos geschlagen geben. Gegen Altenerding, gegen die man in der Hinrunde noch deutlich gewinnen konnte, sollte es nun endlich wieder mit den Punkten klappen. Als man auch hier unterlag war die Stimmung und das Punkte-Minus auf dem Tiefpunkt (10:20). 

Ein Krisengespräch und zwei Trainings später ging es gegen den bis dahin überragenden Tabellenführer aus Eching. In diesem Spiel zeigt sich, dass die Mannschaft noch nicht „fertig“ war. Nach einer Wahnsinns-Partie rang man dem Ersten zwei Punkte ab. Gepusht von dieser Leistung startete die Zweite ihre Aufholjagd. Nach einem Abwehrschlachts-Sieg in Dachau und einem ungefährdeten Heimsieg gegen Erdweg, konnte man auf Grund von Schützenhilfe mit eigenem Sieg in Burgkirchen den Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Schluss feiern. Eine Woche später bestätigte die Mannschaft, mit einem Heimsieg gegen Simbach, dass man verdient die Liga halten wird. Auf fünf Niederlagen in Folge, folgten so fünf Siege und damit wieder ein ausgeglichenes Punktekonto (20:20).

Coach Mundry nutze nun die komfortable Tabellensituation dazu, dem „Nachwuchs“ eine Chance in Landshut zu geben. Die „Jungen“ traten mutig auf, mussten sich aber trotzdem sehr knapp geschlagen geben. Zum Saisonfinale empfing die Zweite dann den HC Deggendorf, die mit einem Sieg noch Meister der Bezirksliga werden konnten. Die Mannschaft haute zwar nochmal alles raus, verlor dann aber verdienterweise auch dieses Spiel.

Besser als erwartet schließt man die Saison mit 20:24 Punkten auf dem achten Tabellenrang ab. Auf der Abschlussfahrt zog der Trainer Bilanz und fand lobende Worte für seine Mannschaft. Als funktionierendes Team war die Stimmung auf und abseits der Platte immer gut und jeder in der Mannschaft hat sich über die Saison verbessert. Mit den Worten „wir sind noch nicht fertig“ verkündete Coach Mundry dann zur Freude des gesamten Teams, dass er nächste Saison weiterhin Trainer bleiben wird. 

Nachdem es letzte Saison keine Frage gab, wer „MVP“ (Most-Valuable-Player, wichtigster Spieler, Anm. d. Red.) des Teams ist, wurde diese Jahr auf der Hütte gewählt. Alex „Johnny“ Stallforth setze sich hier knapp gegen den „alten“ MVP Chris Tribanek durch, der wieder eine überragende Saison spielte. Vor allem durch seine Leistungen in den Spielen als er alleine den Kasten sauber halten musste, half Johnny dem Team, die Aufholjagd zu starten und am Ende die Klasse zu halten.

Die Zweite freut sich nun auf einen Monat Pause, bevor dann Anfang / Mitte Juni, für die Rechtshänder, wieder die Vorbereitung startet.

 

HSG II verliert knapp in Landshut

Bei bestem Frühlingswetter machte sich die Zweite auf dem Weg nach Landshut. Obwohl der ein oder andere den sonnigen Tag lieber anders genutzt hätte, reiste man mit fast vollem Kader und motiviert an, das Spiel gegen die „Eisenbahner“ zu gewinnen. Mit von der Partie waren die A-Jugendlichen Pfannes, Huber und Guri, sowie erstmals Torhüter Toennies, der sein Debüt in der Zweiten gab.

Der ETSV 09 Landshut war aus dem Hinspiel als körperlich starke und robuste Mannschaft bekannt. Deswegen nahm sich die Zweite mal wieder vor, vor allem durch Schnelligkeit im Angriffsspiel zu Toren zu kommen. Dementsprechend jung fiel die Startformation von Coach Mundry aus: Zwei 2000er-, ein 99er-, ein 97er-, ein 96er-  wurden von einem 95er-Jahrgang als ältestem Feldspieler komplettiert. Einzig und alleine im Tor griff man auf die Erfahrung von Meßner zurück.

Die „Jungen“ machten ihre Sache zu Beginn richtig gut. Unbeeindruckt von der körperlichen Überlegenheit der Landshuter spielte die Zweite konsequent ihre Angriffe und kam zum Start der Partie durch einige Gegenstöße zu leichten Toren. Über ein 3:3 und ein 5:5 schaffte man es so den Rest der ersten Hälfte, außer beim erneuten Ausgleich der Heimmannschaft (12:12), immer mit einem bzw. zwei Toren in Führung zu bleiben. Beim Stand von 16:14 aus Sicht der Freisinger ging es so in die Kabinen.

Der Coach kritisierte in der Halbzeit, dass es nicht nötig sei, sich im Positionsangriff immer durch Einzelaktionen „kaputt machen“ zu lassen. Die Angriffe sollen „bis zur Lücke“ besser ausgespielt werden. Lobende Worte fand er vor allem für das schnelle Spiel und den Mut der jungen Spieler, an dem man in der zweiten Hälfte weiter anknüpfen wollte. Deswegen schickte Mundry fast die gleiche Formation wie zu Beginn auf die Platte.

Landshut startete mit mehr Biss und Willen in die zweiten 30 Minuten und so kam es nach Gleichstand (17:17), zu vier weiteren Toren des ETSV. Beim Stand von 21:17 musste der Freisinger Trainer reagieren und die Auszeit nehmen. Die Abwehr funktionierte nicht mehr und ein Tor in knapp 12 Minuten war einfach zu wenig. Leider lief aus Sicht der HSG danach ähnlich. Zwar kam man erst auf drei Tore ran (22:19), doch dann lief der Ofen bei den „Eisenbahnern“ und so schafften sie es sich einen sechs Tore Vorsprung zu erarbeiten (29:23). Die Zweite wollte sich aber nicht kampflos geschlagen geben und stellte nun auf eine offensive 3:3 Abwehr um. Ball für Ball und Tor für Tor kämpfte sich die Junge Truppe über ein 29:25 auf 30:30 ran. Leider kam diese Aufholjagd etwas zu spät und so traf Landshuts Morawski wenig später zum 31:30 Endstand.

Der Trainer war trotz der Niederlage stolz auf seine Mannschaft. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte hatte man leider wieder einmal verschlafen, doch danach Moral bewiesen und nie aufgegeben. Im letzten Heim- und Saisonspiel am kommenden Samstag, geht es gegen die bereits aufgestiegenen Deggendorfer. In der Hinrunde gab es eine bittere 27:19 Niederlage in Deggendorf. Obwohl das Spiel rein tabellarisch für Freising keine Bedeutung hat, will man sich zum Abschluss der Saison nochmal gut präsentieren und idealerweise auch punkten.

 

Zweite nach fünften Sieg in Folge mit ausgeglichenem Punktekonto

 

Nachdem der Klassenerhalt mit dem Sieg in Burgkirchen vorzeitig gesichert war, konnte man dieses Wochenende ganz ohne Druck auflaufen. Das war auch das, was Coach Mundryseiner Mannschaft vor dem Spiel mitgegeben hat. Ganz anders sah die Situation bei den Gästen, der Landesliga-Reserve des TSV Simbach aus, die selbst noch gegen den Abstieg kämpfen und deswegen unter Zugzwang standen.

Im Vergleich zur Vorwoche konnte der Trainer, mit Urlaubs-Rückkehrer Meßner, das erste Mal wieder auf einen zweiten Torwart zurückgreifen. Zudem debütierte Frederik Kosak, der nun ein Jahr lang auf Grund eines Kreuzbandrisses ausfiel und nun Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln will.

Die HSG startete furios ins Spiel. Über ein 3:0, zwang man die Gäste nach dem 6:1 bereits in der 8. Minute zur Auszeit. Der TSV kam danach besser in Spiel - über ein 7:4 verringerten sie den Vorsprung auf zwei Tore zum 8:6. Auf Grund der starken offensiven Abwehr der Gäste, hatte Freising nun immer mehr Probleme sein eigenes Spiel aufzuziehen. Beim Stand von 11:8 nahm Mundry deswegen die Auszeit, um seinem Team neue Ideen gegen diese Abwehrformation mitzugeben. Bis zur Halbzeit konnte man dies zwar nicht ganz umsetzen, den Abstand hielt man aber bis zur Halbzeit bei drei Toren zum 14:11.

In der Halbzeit nahm man sich vor weiter ohne Druck zu spielenund sich vor allem durch schnelles Spiel nach vorne leichte Chancen zu erarbeiten.

Die Mannschaften starteten ausgeglichen in die zweite Halbzeit. Freising konnte den Vorsprung über 18:15, 21:18 und ein 25:22 bis zur 52. Minute eigentlich immer konstant auf drei Toren halten. Simbach zeigte in den letzten Minuten seine stärkste Phase im Spiel und Freising wohl seine schwächste. Den Gästen gelang es so über ein 27:25, bis auf ein Tor zum 28:27 ranzukommen. Eine Minute vor Schluss gab es dann noch einen 7-Meter Strafwurf für die Zweite, der vermutlich die Entscheidung bedeutet hätte. Leider vergab man aus Freisinger Sicht die Chance und so kamen die Simbacher nochmals in Ballbesitz. 8 Sekunden vor Schluss kam es wohl zur kuriosesten Szene des Spiels. Während der Außen der Gäste frei zum Wurf kam, nahm Simbach sein Timeout und der vermeintlichen 28:28 Ausgleich zählte so nicht. Nach Wiederanpfiff stemmte sich die komplette Freisinger Abwehr gegen den letzten Angriff der Gäste und letztlich blockte Bittner den Wurf aus dem Rückraum, zum 28:27 Endstand.

Mit diesem Sieg feiert die HSG Freising-Neufahrn II ihren fünften Sieg in Folge und kann durch diesen „Wahnsinns“-Lauf ihr Punktekonto auf 20:20 ausgleichen. Als Belohnung und auf Grund der geschlossenen Hallen, gönnt der Coach seiner Mannschaft eine Woche Auszeit, bevor es dann nach Ostern in die letzten beiden Spiele der Saison geht. Motiviert durch die letzen Erfolge, will die Mannschaft ihr Punktekonto ausgeglichen halten. Bei den verbleibenden Gegnern – Landshut und Deggendorf – wird das aber sicherlich keine leichte Aufgabe werden.

Sieg drei und vier in Folge sichern vorzeitig den Klassenerhalt

HSG Freising-Neufahrn II – SpVgg Erdweg

Bereits am 11.03. ging es für die Zweite gegen den Mitaufsteiger aus Erdweg. Das Hinspiel konnte auswärts deutlich mit 19-33 gewonnen werden. Nach den zwei Siegen gegen Eching und Dachau wollte man an die guten Leistungen anknüpfen und sich die nächsten zwei Punkte im Kampf gegen den Abstieg sichern. Verzichten musste Trainer Mundry dabei auf Abwehrchef Huber. Wieder mit von der Partie waren Schmitz, Hertel und Düvel, sowie Debütant Guri.

Das Spiel startete ausgeglichen, nach einem 2:2 stand es so 4:4 als Freising seine ersten beiden Siebenmeter bekam. „MVP“ Tribanek verwandelte diese wie immer sicher und hatte nach diesen Toren bereits vier auf seinem Konto. In dieser Phase wurde deutlich, dass die HSG an diesem Tag stärker als der Gegner war und so konnte man sich bis zur Halbzeit einen komfortablen vier Tore Vorsprung herausarbeiten. Beim Stand von 13-9 wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang konnte die Zweite an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen und erhöhte den Vorsprung nun Tor um Tor. Die Mannschaft freute sich mit Debütant Petrit Guri, als dieser zum 16:11 und 18:12 traf. Über ein 22:14 und ein 25:17 gewann die Zweite am Ende verdient mit 28:19.

 

SVG Burgkirchen – HSG Freising-Neufahrn II

Durch drei Siege in Folge ergab sich für das Spiel gegen Burgkirchen bereits die Möglichkeit den Achten und damit sicheren Nicht-Abstiegstabellenplatz zu sichern. Dafür war die Zweite aber auf Schützenhilfe aus Eching und Deggendorf angewiesen – die gegen die Verfolger Altenerding und Simbach spielten. Bei eigenem Erfolg und Siegen von Deggendorf und Eching hätte man bei drei verbleibenden Spielen sieben Punkte Vorsprung auf den möglichen Abstiegs-Tabellenplatz Neun. Die Devise vor dem Spiel war aber sich vor allem auf das eigene Spiel zu konzentrieren und Burgkirchen durch ein schnelles Spiel im Gegenstoß und der zweiten Welle den Zahn zu ziehen.

In der Anfangsphase konnte man dies perfekt umsetzen. Nach sechs Minuten stand es aus Freisinger Sicht so 5:1. Dass Freising weiter auf Abwehrchef Huber verzichten musste, zeigte sich an den einfachen Toren, die man häufiger zuließ. Die Zweite zog aber weiter das Tempo an und so konnte man, über ein 11:4, bis zur Auszeit Burgkirchen‘s mit 12:6 davonziehen. Eine Auszeit, die aus Heimsicht, wie sich im Anschluss zeigte, zum richtigen Zeitpunkt kam. Um das Tempo hochzuhalten, wechselte Coach Mundry munter durch. Wie „ausgewechselt“ spielte die HSG aber auch in den nächsten Minuten. Um Schadensbegrenzung zu betreiben, wurde beim Stand von 10:13 die eigene Auszeit genommen. Direkt im Anschluss kassierte man aber drei schnelle Gegentore und musste fürchten noch vor der Halbzeit die eigene Führung abzugeben. Mit 16:14 und einem kleinen Polster ging es in die Kabinen.

Die Pause kam für die Freisinger zum richtigen Zeitpunkt, da man in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit komplett den Faden verloren hatte. Dementsprechend deutlich fiel die Ansprache vom Coach der Domstädter aus. Dass die Mannschaft es deutlich besser kann, hat man vor allem in den ersten 15 Minuten des Spiels gesehen. Devise für Halbzeit zwei war es, den eigenen Angriff wieder konzentrierter aufzuziehen, um sich die Sicherheit zurückzuholen.

Scheinbar „gepusht“ von der ersten Hälfte, kamen die Burgkirchener stärker aus der Kabine. Über ein 16:19 konnten sie sich so ihre erste und einzige Führung des Tages, mit dem 22:21 erarbeiten. Freising lies die Köpfe aber nicht hängen und nahm die Herausforderung an. Angetrieben von den Pöbeleien eines Zuschauers, war es nun immer wieder Florian Gaisbacher, der die Antwort richtigerweise auf der Platte gab. Die HSG konnte dann mit dem 27:23 schnell auf vier Tore davonziehen. Der SVG kam zwar nochmal auf zwei Tore (29:27) ran, aber die Zweite ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und erhöhte bis zum Schluss wieder auf vier Zähler Abstand. Mit dem 31:27 Sieg feierte man den vierten Erfolg in Folge.

Nach Abpfiff wurden schnell die Smartphones gezückt, um die Ergebnisse der anderen Partien zu erfahren. Durch die Siege von Deggendorf und Eching hatte sich Freising den achten Tabellenplatz gesichert und darf nächstes Jahr weiterhin in der Bezirksliga spielen. Auf der langen Rückfahrt und in der ein oder anderen Lokalität in Freising wurde der Klassenerhalt deswegen ausgelassen begossen.

Am kommenden Sonntag gastiert die Landesliga-Reserve des TSV Simbach in Freising. In einem schwachen Hinspiel mussten sich die Freisinger damals mit 23:30 geschlagen geben. Trotz des vorzeitigen Klassenerhalts, will die Zweite die Siegesserie weiter ausbauen, um sich für die Hinspiel-Pleite zu revanchieren.

Freising´s Abwehrbollwerk gewinnt Partie in Dachau

 

Am vergangenen Sonntag musste die zweite Herrenmannschaft der HSG Freising-Neufahrn zum schweren Auswärtsspiel bei der Landesliga-Reserve des ASV Dachau antreten.  Das Hinspiel in Freising konnte man zwar überraschend mit 36:34 gewinnen, die Favoritenrolle blieb aber trotzdem bei den heimstarken Dachauern, die daheim unter anderem Mitaufsteiger Burgkirchen mit 43:20 besiegten.  Im Vergleich zum Sieg, vergangene Woche gegen Eching, musste Coach Mundry zusätzlich auf Kevin Schmitz und Sebastian Hertel verzichten. Wieder mit von der Partie waren Urlauber Duy Nam Nguyen und „Aushilfe“ Michael Schuster.  Da Torwart Meßner weiterhin nicht zur Verfügung stand und auch Ur-Gestein Peter Heun nicht reaktiviert werden konnte, musste Alex Stallforth zum zweiten Mal in Folge alleine im Tor ran. Die Devise für das Spiel war wieder geschlossen als Mannschaft aufzutreten und von Anfang an aggressiv in der Abwehr zu agieren.

 

Die Partie begann trotz zweier schneller Freisinger Treffer schleppend, sodass es nach über zehn Minuten 2:2 stand. Auffallend war aber gleich zu Beginn Freisings überragende Abwehrarbeit, die es dem Gegner wie schon gegen Eching verdammt schwer machte das eigene Spiel zur Entfaltung zu bringen. Die Zweite tat sich im Angriff aber ebenfalls schwer und hatte ihre Probleme mit der gegnerischen 6:0 – Abwehr. Über ein 6:3 gelang es den Freisingern nicht den  Vorsprung weiter auszubauen. Zwischen der 17. und 20. Minute vergab man so unter anderem drei Strafwürfe von der Siebenmeterlinie. Die Abwehr stand aber weiterhin wie ein Bollwerk und deswegen konnte man sich bis zum Pausenpfiff  - trotz des stockenden Angriffs - einen 6 Tore-Vorsprung zum 4:10 herausarbeiten.

 

In der Halbzeit lobte der Trainer logischerweise die starke Abwehr, die es geschafft hat eine Mannschaft die neben Eching die meisten Tore in der Liga geworfen hat, bei vier Treffern zu halten. Der Auftrag für die zweite Hälfte war es, den Angriff überlegter zu gestalten, um sich dadurch wieder bessere Chancen zu erarbeiten und sich trotz des komfortablen Vorsprungs von Anfang an voll reinzuhauen.

 

Wie so häufig in den letzten beiden Spielzeiten, zeigte Freising zu Beginn der zweiten Hälfte aber wieder einmal Unkonzentriertheiten. Während sich Dachau durch drei aufeinander folgende Tore (7:10) wieder ins Spiel kämpfte, verschenkte die Zweite ihre Chancen im Angriff.  Obwohl Dachau in dieser Phase stärker wurde, schaffte die HSG es im Spiel zu bleiben und hielt den Abstand über 9:12 und 12:15 konstant bei drei Toren. Ab der 45 Minute leistete sich die Zweite aber erneut eine Schwächephase, in der auch der zuletzt so starke Torhüter Stalforth nicht immer glücklich aussah. Unbeeindruckt von seiner eigenen Leistung verhalf dann aber genau er, mit mehreren weggenommen freien Würfen, den Freisingern dazu, das Spiel nicht noch einmal knapp werden zu lassen. Der ASV kam zwar nochmal auf ein 16:18 ran, aber kurze Zeit später traf Freisings „Halber“ Edgar Marker zum 16:19 Endstand.  Als fairer Sportsmann gratulierte der Coach der Dachauer bereits einige Sekunden vor Schluss zum Sieg. 

 

Mit dem zweiten Sieg in Folge haben sich die Freisinger eine gute Ausgangssituation für die finale Saisonphase und den Abstiegskampf hart erarbeitet. Kommenden Sonntag gastiert mit der SpVgg Erdweg, der momentane Tabellenzwölfte in der Domstadt. Das Hinspiel in Erdweg konnte man mit 19:33 deutlich gewinnen. 

 

Zweite durch "kleine Sensation" wieder voll im Rennen

 

Das Jahr 2018 war bisher kein gutes für die HSG Freising-Neufahrn Herren II. Nach einer Auswärtsniederlage beim TSV Schleißheim (22:32) hat es zwei bittere Niederlagen bei den Tabellennachbarn aus Waldkraiburg (28:37) und in Altenerding (25:33) gegeben. Vor allem nach dem Spiel vergangene Woche in Erding, bei dem man zu keinem Zeitpunkt seine Leistung zeigen konnte, war die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Coach Mundry bat daraufhin zum „Krisengespräch“ und hat große Teile des Dienstagstrainings dazu genutzt, jedem die Chance zu geben sich zur Stimmung und zu den vergangenen Spielen zu äußern. Quintessenz des Gesprächs war es zusammen wieder Spaß am Handball zu haben und an der zuletzt schlechten Chancenverwertung zu arbeiten. Gegen Eching nahm sich die Mannschaft vor, wieder zusammen zu finden, um dann mit einer guten Stimmung in die finale Phase der Saison zu starten. Obwohl in der Besprechung der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar – „Na dann schlagen wir halt am Sonntag Eching“ – fiel, konnte keiner mit dem letztendlichen Ergebnis rechnen.

Unter dem Motto „Wir haben heute nichts zu verlieren“ trat die Zweite gegen den SC Eching in fast gleicher Formation wie in den letzten Wochen an. Einzige Ausfälle waren Lukas Bock, der sich beim Spiel gegen Altenerding einen Handbruch zuzog und Torwart Andreas Meßner, der urlaubsbedingt fehlte. Somit war klar, dass Alex „Johnny“ Stallforth am vergangenen Sonntag alleine die Kiste „sauber halten“ muss, was ihm auch, so viel vorweg, sehr erfolgreich gelungen ist.

Beide Mannschaften starteten ausgeglichen ins Spiel und so kam es beim Stand von 2:2 nach fünf Minuten zum ersten Siebenmeter für Eching, den der Freisinger Keeper direkt halten konnte. Die Mannschaft kämpfte sich nun regelrecht ins Spiel und vor allem der Mittelblock, um Huber und Bittner, war früh zur Stelle und ließ die Echinger nicht richtig ins Spiel kommen. Mit der Unterstützung der Abwehr kämpfte sich auch der Freisinger Torhüter immer besser in die Partie und hielt einige freie Würfe der Echinger, sowie einen weiteren Siebenmeter. Im Angriff spielten die Mundry Männer in der ersten Hälfte wie befreit auf und so erarbeitet man sich nach ständigem Führungswechsel bis zur Pause einen zwei Tore Vorsprung. Beim Stand von 16:14 für die Hausherren wurden schließlich die Seiten gewechselt. 

Die Ansage zur Halbzeit war klar: Es sind erst 30 Minuten gespielt, wir haben noch nichts gewonnen und eine Mannschaft wie Eching kann zu jedem Zeitpunkt noch eine Nummer draufpacken. Auch klar war aber, dass durchaus Punkte gegen den starken Tabellenführer aus Eching drin sind, wenn die Zweite an  die gute Leistung der ersten Hälfte anknüpfen kann.

Die Mannschaft kam nun aber etwas nervös aus der Pause und zeigte wohl ihre schwächste Phase des Spiels. Über ein 16:16, gingen die Gäste deswegen mit 18:20 in Führung. Die Zweite zeigte sich aber von der kurzen Schwächephase unbeeindruckt und blieb in diesem Abschnitt immer am Gegner dran und konnte dann durch drei Tore in Folge selbst wieder mit 23:21 in Führung gehen. In den letzten 10 Minuten hatte Eching wohl seine beste Phase in diesem Spiel und so gingen die Gäste nach dem Ausgleich wieder in Führung. Beim Stand von 27:27 kam Freising nach Ballverlust, durch eine 2-Minuten Strafe der Gäste, 13 Sekunden vor Schluss nochmal in Ballbesitz. Nach einem sensationellem Pass vom starken Youngster Heldner auf Kreisläufer Bittner, netzte dieser wenige Sekunden vor Schluss zum 28:27 Siegtreffer ein.

Nach der Schlusssirene war die Freude im Team ausgelassen und die Mannschaft feierte zusammen mit den vielen Fans in der Halle den überraschenden Sieg. Der Coach war nach dem Spiel unglaublich stolz auf seine Mannschaft und hofft nun die positive Stimmung in die nächsten Wochen mitzunehmen. Nächsten Sonntag geht es, erneut als Außenseiter, zur starken Landesliga-Reserve des ASV Dachau, gegen die man im Hinspiel überraschend mit 36:34 gewinnen konnte. Mit einem Sieg gegen Eching hatten wohl die wenigsten gerechnet, aber nun gilt es sich auf die bevorstehenden Spiele zu konzentrieren und auf dem Boden zu bleiben, denn der Klassenerhalt ist damit noch lange nicht gesichert.

 

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