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Zweite durch "kleine Sensation" wieder voll im Rennen

 

Das Jahr 2018 war bisher kein gutes für die HSG Freising-Neufahrn Herren II. Nach einer Auswärtsniederlage beim TSV Schleißheim (22:32) hat es zwei bittere Niederlagen bei den Tabellennachbarn aus Waldkraiburg (28:37) und in Altenerding (25:33) gegeben. Vor allem nach dem Spiel vergangene Woche in Erding, bei dem man zu keinem Zeitpunkt seine Leistung zeigen konnte, war die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Coach Mundry bat daraufhin zum „Krisengespräch“ und hat große Teile des Dienstagstrainings dazu genutzt, jedem die Chance zu geben sich zur Stimmung und zu den vergangenen Spielen zu äußern. Quintessenz des Gesprächs war es zusammen wieder Spaß am Handball zu haben und an der zuletzt schlechten Chancenverwertung zu arbeiten. Gegen Eching nahm sich die Mannschaft vor, wieder zusammen zu finden, um dann mit einer guten Stimmung in die finale Phase der Saison zu starten. Obwohl in der Besprechung der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar – „Na dann schlagen wir halt am Sonntag Eching“ – fiel, konnte keiner mit dem letztendlichen Ergebnis rechnen.

Unter dem Motto „Wir haben heute nichts zu verlieren“ trat die Zweite gegen den SC Eching in fast gleicher Formation wie in den letzten Wochen an. Einzige Ausfälle waren Lukas Bock, der sich beim Spiel gegen Altenerding einen Handbruch zuzog und Torwart Andreas Meßner, der urlaubsbedingt fehlte. Somit war klar, dass Alex „Johnny“ Stallforth am vergangenen Sonntag alleine die Kiste „sauber halten“ muss, was ihm auch, so viel vorweg, sehr erfolgreich gelungen ist.

Beide Mannschaften starteten ausgeglichen ins Spiel und so kam es beim Stand von 2:2 nach fünf Minuten zum ersten Siebenmeter für Eching, den der Freisinger Keeper direkt halten konnte. Die Mannschaft kämpfte sich nun regelrecht ins Spiel und vor allem der Mittelblock, um Huber und Bittner, war früh zur Stelle und ließ die Echinger nicht richtig ins Spiel kommen. Mit der Unterstützung der Abwehr kämpfte sich auch der Freisinger Torhüter immer besser in die Partie und hielt einige freie Würfe der Echinger, sowie einen weiteren Siebenmeter. Im Angriff spielten die Mundry Männer in der ersten Hälfte wie befreit auf und so erarbeitet man sich nach ständigem Führungswechsel bis zur Pause einen zwei Tore Vorsprung. Beim Stand von 16:14 für die Hausherren wurden schließlich die Seiten gewechselt. 

Die Ansage zur Halbzeit war klar: Es sind erst 30 Minuten gespielt, wir haben noch nichts gewonnen und eine Mannschaft wie Eching kann zu jedem Zeitpunkt noch eine Nummer draufpacken. Auch klar war aber, dass durchaus Punkte gegen den starken Tabellenführer aus Eching drin sind, wenn die Zweite an  die gute Leistung der ersten Hälfte anknüpfen kann.

Die Mannschaft kam nun aber etwas nervös aus der Pause und zeigte wohl ihre schwächste Phase des Spiels. Über ein 16:16, gingen die Gäste deswegen mit 18:20 in Führung. Die Zweite zeigte sich aber von der kurzen Schwächephase unbeeindruckt und blieb in diesem Abschnitt immer am Gegner dran und konnte dann durch drei Tore in Folge selbst wieder mit 23:21 in Führung gehen. In den letzten 10 Minuten hatte Eching wohl seine beste Phase in diesem Spiel und so gingen die Gäste nach dem Ausgleich wieder in Führung. Beim Stand von 27:27 kam Freising nach Ballverlust, durch eine 2-Minuten Strafe der Gäste, 13 Sekunden vor Schluss nochmal in Ballbesitz. Nach einem sensationellem Pass vom starken Youngster Heldner auf Kreisläufer Bittner, netzte dieser wenige Sekunden vor Schluss zum 28:27 Siegtreffer ein.

Nach der Schlusssirene war die Freude im Team ausgelassen und die Mannschaft feierte zusammen mit den vielen Fans in der Halle den überraschenden Sieg. Der Coach war nach dem Spiel unglaublich stolz auf seine Mannschaft und hofft nun die positive Stimmung in die nächsten Wochen mitzunehmen. Nächsten Sonntag geht es, erneut als Außenseiter, zur starken Landesliga-Reserve des ASV Dachau, gegen die man im Hinspiel überraschend mit 36:34 gewinnen konnte. Mit einem Sieg gegen Eching hatten wohl die wenigsten gerechnet, aber nun gilt es sich auf die bevorstehenden Spiele zu konzentrieren und auf dem Boden zu bleiben, denn der Klassenerhalt ist damit noch lange nicht gesichert.

 

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